Mit typisch Schweizerischer Bescheidenheit ging es Herbert Matter immer nur um das Eine: gute, relevante Arbeiten zu produzieren – ob auf Papier, Foto, Film oder mit Ausstellungsdesign war dabei unwichtig. Selbstinszenierung war für ihn ein Fremdwort und so erstaunt es kaum, dass seine Arbeiten von Studentenzeit an praktisch lückenlos archiviert und dokumentiert sind – wir aber von der Person Herbert Matter kaum etwas wissen.

Hier setzt das Dokumentarfilm Projekt “The Visual Language of Herbert Matter” an. Das erklärte Ziel ist es, über ein Kaleidoskop von Montagen und Clips der bestehenden Arbeiten des Künstlers sowie Interviews mit Weggefährten, Matters Sohn, Künstlerkollegen und Zeitzeugen ein abwechslungsreiches und farbiges Portrait über Leben und Werk Matters entstehen zu lassen.

Unsere Absicht: nicht bloss die eindrückliche Lebensgeschichte zu erzählen, sondern erstmals soll auch der wichtige Stellenwert des Schweizers ausgelotet, dokumentiert und erkenntlich gemacht werden. Matter war nicht bloss konstant zur richtigen Zeit an wichtigen Schauplätzen der Kunstgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts – er hat sie auch still und leise durch seine visuelle Handschrift geprägt.

 

Doc 85‘ / 50‘
Regie Reto Caduff

Produktion 2011
Produktion PiXiU FILMS SRF/3sat 2010/11

http://www.herbertmatter.net/